Genre: Komödie
Originaltitel: The Slammin' Salmon
Laufzeit: 94 Min.
Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 2008
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren

Regie: Kevin Heffernan
Autor: Broken Lizard (Jay Chandrasekhar, Kevin Heffernan, Steve Lemme, Paul Soter, Erik Stolhanske)
Musik: Nathan Barr
Darsteller: Michael Clarke Duncan, Jay Chandrasekhar, Kevin Heffernan, Steve Lemme, Paul Soter, Erik Stolhanske, Cobie Smulders, April Bowlby, Sendhil Ramamurthy, Lance Henriksen, Olivia Munn mit Vivica A. Fox und Morgan Fairchild


Kurzinhalt:

Der ehemalige Boxchampion Cleon Salmon (Michael Clarke Duncan) hat dem Ring inzwischen abgeschworen und betreibt das edle Restaurant "The Slammin' Salmon" in Miami. Dummerweise verschuldet er sich bei einer Wette mit einem Yakuza. Um keinen Ärger mit der japanischen Mafia zu bekommen muss er bis zum nächsten Tag 20.000 $ auftreiben. Wo ein Wille ist, ist für Cleon jedoch auch ein Weg. Über seinen als Restaurantführer angestellten Schwiegersohn (Kevin Heffernan) lässt er flugs einen Wettbewerb ausschreiben; der Kellner mit dem größten Umsatz bekommt einen saftigen Preis, der schlechteste gebrochene Rippen. Auf diese Weise, so der Plan, sollte der Umsatz eines einzigen Abends ausreichen um die Wette auslösen zu können. Der Auftakt aberwitziger Unternehmungen aller Angestellten, den Preis zu gewinnen- und die Rippen zu schützen!


Kritik:

The Slammin' Salmon ist der neueste filmische Streich der amerikanischen Comedy-Truppe Broken Lizard, welcher 2009 debütierte. Bereits 1996 hatte das fünfköpfige Broken Lizard-Kernteam einen Spielfilm realisiert (Puddle Cruiser) doch erst mit Super Troopers  - Die Superbullen erreichten sie 2001 ein größeres Publikum und einen gewissen Bekanntheitsgrad. Es folgten 2004 Club Mad und zwei Jahre darauf schließlich Bierfest. Obwohl sich am humoristischen Geschmack der Gruppe die Geister scheiden ist unbestreitbar, dass zumindest Super Troopers zwar kein herausragender Film aber eine halbwegs gelungene Comedy war und ein Niveau aufbot, welches die beiden nachfolgenden Filme immer weiter unterboten.

Qualitative Zweifel waren also durchaus nicht aus der Luft gegriffen als mit Slammin' Salmon der nächste Film angekündigt wurde, dessen erste Drehbuchentwürfe bereits eine zeitlang zurück datieren. Ein Großteil entstand bereits parallel zu Bierfest und staubte dann eine Weile ein, bis der Autorenstreik Hollywood erschütterte und bei den Studios nichts mehr lief. Der richtige Zeitpunkt, dieses Drehbuch wieder aus der Versenkung zu holen und umzusetzen. Dabei war –wie üblich- die ganze Truppe an der Entstehung beteiligt. Letzten Endes oblag es dann Steve Lemme aus den vielen Ideen einer langen Zeitspanne das fertige Skript zu kreieren.

Die Regie übernahm erstmals Kevin Heffernan, der damit den bisherigen Regisseur der Truppe, Jay Chandrasekhar, ablöste. Dennoch blieb auch diese Position eine Teamarbeit, denn Chandrasekhar inszenierte die Szenen, in denen Heffernan als Schauspieler vor der Kamera agierte.

Die Dreharbeiten in Los Angeles begannen am 07.02.2008, die Premiere fand am 17. Januar 2009 auf dem Slamdance Film Festival statt. Das Humorniveau innerhalb des Films schwankt vom flachest möglichen Gag bis zu durchaus gelungenen Momenten. Meist liegt der Film irgendwo dazwischen in der Mitte. Die Truppe ist gut aufgelegt, die Story so simpel wie ausreichend. Immerhin; einige Gags funktionieren und der Fremdschäm-Faktor ist überraschend niedrig (Ausnahmen bestätigen die Regel). Somit ist Slammin' Salmon auch eine deutliche Steigerung gegenüber den beiden Vorgängerwerken.

Außerdem profitiert der Film neben Hauptdarsteller Michael Clarke Duncan (The Green Mile), der wie üblich schon alleine durch physische Präsenz zu überzeugen weiß, auch von Cobie Smulders (How I Met Your Mother) und den Gastdarstellern Morgan Fairchild (Fackeln im Sturm, Falcon Crest, Friends), Lance Henriksen (Aliens, Millennium, Alien vs. Predator, Near Dark), Sendhil Ramamurthy (Heroes), Carla Gallo (Californication, Bones – Die Knochenjägerin) und Vivica A. Fox (Kill Bill).


Fazit:

Slammin' Salmon ist so wenig komödiantische Feinkost wie Fischstäbchen mit Pommes Frites. Aber man kann der kurzweiligen Nummernrevue attestieren, dass sie über die Laufzeit gut zu unterhalten weiß und in mehr Momenten Sympathiepunkte einheimst als dass Gags sich als Rohrkrepierer erweisen. So kommt man letztlich zu der Erkenntnis, dass Fischstäbchen zwischendrin ja auch mal nett sind.

Wertung: 3,5 von 6 Punkten


Der Lance-Faktor:

Rolle: Dick Lobo
Synchronsprecher: Hendrik Stickan

Die Gastrolle in dieser Comedy gehört zu den seltenen Gelegenheiten in Lance Henriksens langer Karriere, in welcher er sein komödiantisches Talent nutzen konnte. Dabei hatte er offensichtlichen Spaß als Dick Lobo, Produzent der fiktiven TV-Serie "CFI: Atlanta", auch wenn die Zahl seiner Szenen relativ begrenzt ist.

Slammin' Salmon ist kein "Lance Henriksen-Film" aber ein Film mit einem amüsanten Gastauftritt Henriksens, der in jeder seiner Szene Freude beim Zuschauen macht.

"Sie waren der Typ aus dem Fernsehen mit der großen Nase und Sie haben es versaut! Sie haben es versaut, kapiert?"

Als deutscher Sprecher wurde erstmalig der Kölner Schauspieler und Synchronsprecher Hendrik Stickan auf Henriksen verpflichtet.

Wertung: 3 von 6 Punkten

06.05.2012
DS